Das 6-Minuten-Tagebuch – Inhalt, Leseprobe & Erfahrung

Das 6-Minuten-Tagebuch steht schon lange auf der Liste unserer guten Überraschungen. Nachdem wir das Buch selbst getestet haben möchten wir hier unsere Erfahrung mit dem 6-Minuten-Tagebuch teilen. Dabei gehen wir auch auf den Inhalt ein und geben einen kurzen Einblick mit Beispielen und Leseprobe.

Lesezeit: 5 Minuten

Das 6 Minuten Tagebuch Cover

Das 6-Minuten-Tagebuch – Einleitung

Tagebücher sind schon lange sehr populär. Allerdings schreckt es die meisten schon ab, wenn sie ein komplett leeres Buch vor sich haben. Wie soll ich anfangen zu schreiben? Und was genau soll ich eigentlich schreiben? Das 6-Minuten-Tagebuch hilft dir genau dabei!

Denn statt wahllos drauf los zu schreiben oder sogar über die negativen Aspekte des Tages zu schreiben lenkt das 6-Minuten-Tagebuch dich in eine Richtung. Es gibt dir Fragen vor und lenkt das Ganze so unbewusst in eine positive Richtung. Perfekt also für alle, die nicht wissen was oder wann sie schreiben sollen.

Genau deswegen ist es auch erstmal wichtig, das 6-Minuten-Tagebuch zu verstehen. Allein die Einleitung im Buch ist über 25 Seiten lang. Und das zu Recht. Denn auch hier gilt: Nicht direkt drauf los schreiben! Es gibt ein System. Und nur damit werden auch die positiven Einflüsse des Buchs wirksam. So funktioniert das „glücklich schreiben“. Es geht darum proaktiv zu werden und das gelebte besser wertzuschätzen. „Das größte Vermögen versteckt sich in uns selbst.“

Wir beide (Martin und Esther) haben das Buch separat benutzt. Und sind beide dabei geblieben. Warum und was wir so gut am 6-Minuten-Tagebuch finden erzählen wir hier in unserer Erfahrung.

Genieße die kleinen Dinge im Leben, denn eines Tages wirst du zurückblicken und realisieren, dass sie die großen Dinge waren.
Kurt Vonnegut

Was ist das 6-Minuten-Tagebuch

Das 6-Minuten-Tagebuch beschreibt sich selbst als Mix aus Sach-, Praxis- und Notizbuch. Allerdings basiert das Buch nicht auf emotionalem Motivationsreden. Das Konzept basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Tagebüchern gibt das Buch zum einen eine umfassende Einleitung und zum anderen ist es bereits vorausgefüllt. Denn das wichtigste ist, kontinuierlich dabei zu bleiben. Es ist deswegen so konzipiert, dass jeder einfach am Ball bleiben kann.

Das 6-Minuten-Tagebuch umfasst 288 Seiten. Wobei allein die Einleitung insgesamt fast 90 Seiten fast. Diese sind allerdings schnell durch und sind dringend notwendig, um das Konzept zu verstehen. Die Seiten 90 bis 270 umfassen das eigentliche Tagebuch. Hier werden vorformulierte tägliche  Fragen und wöchentliche Herausforderungen gestellt. Am Ende folgen Anmerkungen.

Wie funktioniert das 6-Minuten-Tagebuch

Der übergeordnete Gedanke besagt, dass negative emotionale Erfahrungen, schlechtes Feedback und unangenehme Erinnerungen einen stärkeren psychologischen Einfluss als positive haben. Dies liegt vor allem an der Geschichte und dem Überlebensinstinkt der Menschen.  Allerdings lässt sich diese Einstellung durch proaktive und tägliche Wiederholung neu ausrichten. Genau das versucht das 6-Minuten-Tagebuch.

Durch die kontinuierliche Nutzung von wenigen Minuten täglich wird eine positive Grundeinstellung entwickelt. Es wird Fokus auf die Möglichkeiten und nicht auf die Hindernisse gelegt. Deshalb  ist es auch so wichtig, dass das 6-Minuten-Tagebuch als feste Gewohnheit in deinem Alltag etabliert wird.

Es werden morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Einschlafen jeweils 3 Minuten investiert, um das Buch auszufüllen.

Das 6-Minuten-Tagebuch – Inhalt und Leseprobe

Wie ist das 6-Minuten-Tagebuch denn nun aufgebaut?

Im Buch gibt es Fragen und Herausforderungen. Fragen jeden Tag und Herausforderungen für Wochen. Die Fragen gehen von sehr schön bis extrem unangenehm. Und das ist auch gut so. Denn es wird versucht die richtigen Fragen zu stellen. Die bei denen das Nachdenken schon mehr wert ist als die eigentliche Antwort. Dazu gibt es einen monatlichen Check, viele motivierende Zitate und diverse Meilensteine zum Beispiel bei 3 Wochen oder 66 Tagen.

Beispiele:

  • Schreibe drei Dinge auf, für die du dankbar bist, oder eine Sache, für die du dankbar bist, mit drei Gründen dafür.
  • Was würde den heutigen Tag wundervoll machen?
  • Mit welchen konkreten Handlungen bewegst du dich heute in die richtige Richtung?
  • Was habe ich heute Gutes für einen anderen Menschen getan?
  • Hast du heute etwas gelernt? Wenn ja was?
  • Was werde ich morgen besser machen?
  • Was magst du am meisten an dir und warum?
  • Welchen Ratschlag würdest du deinem Ich vor 20 Jahren geben?
  • Wann hattest du das letzte Mal eine Gänsehaut und warum?

Dies sind nur einige der Fragen, zu viel wollen wir auch nicht vorweg nehmen. Dazu kommen wöchentliche Herausforderungen und viele inspirierende Zitate. Das gute ist, dass du geleitet wirst und nicht einfach ziellos alle guten und schlechten Dinge des Tages aufschreibst. Die Fragen lenken dich stets in eine positive Richtung. Wenn du irgendwann auch ohne das Buch an die positiven Dinge des Tages denkst, hat das Buch seinen Zweck erfüllt.

Hier findest du vom 6-Minuten-Tagebuch eine Leseprobe: Link

Das 6-Minuten-Tagebuch – Unsere Erfahrung

Verdammt ja, das Buch ist gut!

Wir haben generell eine sehr positive Einstellung zum Leben und haben uns auch in der Vergangenheit viel mit Persönlichkeitsentwicklung auseinander gesetzt. Allerdings hat das 6-Minuten-Tagebuch uns doch gefesselt.

Gerade ich (Martin) kann mich auch abends noch gut auskotzen und über Kleinigkeiten aufregen. Ich fluche über das Auto, was bei Aldi gleich zwei Parkplätze blockierte und ich statt 10 Sekunden 25 Sekunden zum Eingang laufen musste. Über den Postbote der immer noch Werbung doppelt bei uns rein wirft. Oder über die wichtige E-Mail die ich auf der Arbeit geschrieben habe und nach versenden nochmal gelesen habe. Und dann einen Fehler gefunden habe. Mittlerweile weiß ich zum Glück gut, den Fokus umzulegen und entspannter damit umzugehen.

Das 6-Minuten-Tagebuch hat sicherlich auch einen kleinen Teil dazu beigetragen.

Esther kann mitunter mal ein kleiner Morgenmuffel sein, wenn sie nicht genug Schlaf bekommen hat. Das gute ist, dass sie nun das Buch in die Hand nimmt statt es an mir auszulassen. Und auch so gleich auf andere positive Gedanken kommt.

Vor allem die Routine die sich nach einiger Zeit (unserer Erfahrung nach 1-2 Monate) einstellt ist einfach toll. Selbst wenn man abends nichts in das Buch schreibt denkt man intuitiv über die positiven Erlebnisse nach. Ebenso nimmt man sich nach dem Aufstehen ein paar Minuten Zeit um den Tag zu planen, statt direkt unter die Dusche zu springen.

Besonders haben uns die  wöchentlichen 5 Fragen gefallen. Ein guter Mix aus Fragen, die einem helfen, sich selbst und die eigenen Ziele besser zu verstehen und auszurichten. Man lernt sich selbst besser kennen und gewinnt spielend noch mehr Klarheit über seine Stärken und Schwächen. Außerdem werden intuitiv die Prioritäten angepasst. Man wird tatsächlich gelassener und gleichzeitig produktiver. Zumindest ging es uns so. Statt abends darüber zu denken was wir denn alles geschafft haben sind wir dankbar für die kleinen Dinge, die wir erlebt haben.

Das 6-Minuten-Tagebuch hat uns vollends überzeugt und wir legen wirklich jedem ans Herz es einmal auszuprobieren. Wir haben das Buch mittlerweile vielen Freunden geschenkt und auch hier nur positives Feedback bekommen. Das schlichte und einfache Konzept finden wir super und macht es für jeden einfach zugänglich.

Das 6-Minuten-Tagebuch – Fazit

Das simple und einfache Konzept hat uns vollends überzeugt. Wer wenig Lust auf ein konventionelles Tagebuch hat und seine Persönlichkeit weiterentwickeln will der ist hier genau richtig. Das 6-Minuten-Tagebuch hat uns geholfen, sich noch besser kennenzulernen, den Alltag mehr zu genießen und vor allem dankbarer zu sein für das, was wir haben.

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Das 6-Minuten-Tagebuch
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